DI. 02.06., 20:00 Uhr

Fassbinders Bayern

Multimedia-Vortrag von Markus Metz & Georg Seeßlen
Teamtheater, Am Einlaß 4

1969 realisierte Rainer Werner Fassbinder im „antiteater“ ein Stück mit dem programmatischen Titel „Anarchie in Bayern“: eine politische Revue, die erklärte, warum es mit rein äußerlichen politischen Veränderungen nicht getan ist, sondern auch ein innerer moralisch-sexueller Wandel geschehen müsse.
Auch wenn die Hassliebe Fassbinders zu Bayern nicht das Zentrum seiner Arbeit bildet, ist das Bayerische immer wieder präsent: München ist der einzig mögliche Hintergrund für seine frühen Filme, auch ein späteres Werk wie „Händler der vier Jahreszeiten“ schöpft aus dem genauen Lokalkolorit. Fassbinder entwickelte auf der Bühne und im Film ein sehr spezielles Kunstbayerisch als eine Sprache der emotionalen Verkrüppelung.

Markus Metz, freier Journalist und Autor, vorwiegend für den Hörfunk.

Georg Seeßlen, freier Autor und Kritiker, unter anderem für Zeit, konkret und taz

2014 erschien ihr gemeinsames Buch „Geld frisst Kunst – Kunst frisst Geld. Ein Pamphlet“

Eintritt: 12 Euro