FASSBINDER IN HOLLYWOOD



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"Dokumentarfilm, Deutschland/USA 2002"
Mitwirkende: Michael Ballhaus, Ian Birnie, Rainer Werner Fassbinder, Ulli Lommel, Frédérique Michel, Hanna Schygulla, Wim Wenders, Günther Ziegler

Robert Fischer, geboren 1954. Filmpublizist seit 1974, Filmemacher seit 1999. Bücher als Autor, Herausgeber oder Übersetzer u.a. über Alfred Hitchcock, Orson Welles, Bernhard Wicki, David Lynch, Jean-Pierre Melville, Robert Bresson und den Neuen Deutschen Film. Herausgeber und Übersetzer der Briefe und Schriften François Truffauts sowie des Standardwerks "Was ist Film?" von André Bazin. Herausgeber des Buches "Fassbinder über Fassbinder" (Verlag der Autoren). Regisseur und Co-Autor des Dokumentarfilms "Fassbinder in Hollywood" (2002). Weitere Filme u.a. über Truffaut/Hitchcock, Milos Forman, Ernst Lubitsch, Dalton Trumbo und Peter Lorre.

Über den Film: FASSBINDER IN HOLLYWOOD:
Rainer Werner Fassbinder hat ein immenses Werk hinterlassen. Was oft übersehen wird, ist, wie unverhohlen der deutsche Autorenfilmer schon seit seinen frühesten Anfängen mit Hollywood flirtete, mit einer Art von Kino also, das dem seinen scheinbar diametral entgegengesetzt ist.
Der Film untersucht die Hollywood-Einflüsse in Fassbinders Filmen und macht sich umgekehrt auch auf die Suche nach den Spuren Fassbinders im heutigen Hollywood. Er lässt Fassbinder-Freunde wie den Kameramann Michael Ballhaus und die Regisseure Ulli Lommel und Wim Wenders zu Wort kommen, die dessen Traum von Hollywood für sich verwirklicht haben. Hanna Schygulla beschreibt die Beziehung zwischen Fassbinder und seinem großen Vorbild Douglas Sirk, dem Meister des Hollywood-Melodrams.
Fassbinders schonungslose Ehrlichkeit der Gefühle steht scheinbar im völligen Gegensatz zum Glamour und zur Scheinwelt Hollywoods. Wie wenig absurd eine Verknüpfung der Positionen dennoch ist, will diese Dokumentation zeigen.

was Persönliches zu RWF von Robert Fischer:
"Rainer Werner Fassbinder gehört zu jenen Künstlern, die mit ihrem Werk ein eigenes Universum geschaffen haben. Fassbinders Welt ist unverwechselbar, in sich geschlossen und doch nach allen Seiten unendlich offen; die verschiedenen Ebenen und Facetten dieses Universums durchdringen sich gegenseitig, und darin einzutauchen bedeutet, jedes Mal mit neuen emotionalen Erfahrungen und reich an intellektueller Beute zurückzukehren."

"Fassbinder in Hollywood"