Marion Hollerung
zum Stück
3 Chansons: das „Memories are made of this“ aus „Die Sehnsucht der Veronika Voss“; „Each man kills the things he loves“ aus „Querelle“, sowie „Freitags im Hotel“: Text geschrieben von Fassbinder, die Musik stammt von Peer Raben.zu Fassbinder
Dass ausgerechnet Fassbinder es war, der uns Frauen verschiedener Generationen einmütig vor dem Fernseher versammelte, erstaunt mich noch heute. Aber tatsächlich, sowohl meine Mutter, geboren 1938, als auch meine Tante und ich, Kinder der fünfziger bzw. sechziger Jahre, waren fasziniert von seinen Filmen. Fassbinders merkwürdig gefrorene Bildwelt zeigte uns deutsches Leben, Wirklichkeit, die erst fassbar wurde durch die ästhetische Verfremdung. Und wie konnte dieser Mann nur so eindringliche weibliche Charaktere schaffen? Für mich vor allem gebannt im Gesicht von Brigitte Mira in „Angst essen Seele auf“ oder von Margit Carstensen in „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“.zur Person
Marion Hollerung Neben ihrer Tätigkeit als Autorin und Lektorin absolvierte sie eine Ausbildung in Ausdruckstanz an der Elizabeth Duncan Schule und gibt hier auch Tanzkurse. Ihre Kenntnisse in Gesang erwarb sie durch Privatunterricht . Sie ist Mitglied im Werkhaus-Chor. In dem Film „Genial“ spielte sie eine rappende Mutter. Ihr Repertoire umfasst normalerweise aber eher Renaissance-Lieder sowie Chansons und Schlager.Ari Mog Musikalisch begleitet wird sie von dem Pianisten Ari Mog. Schon früh begann er, eigene Kompositionen zu schreiben. So hat er die Bühnenmusik zu „Tartuffe“ von Molière, „Gauklermärchen“ von Michael Ende und „Mach keinen Zirkus" vom Erby-Theater geschrieben. Außerdem war er bei mehreren Bühnenproduktionen als musikalischer Leiter tätig. Zusammen mit der Schauspielerin Antoinette Wosien trat er zuletzt in Köln mit „Mir lodert und wogt im Hirn eine Flut – Heinrich Heine und Mendelssohn-Bartholdy“ auf.