zum Stück

Dazwischen
Vom Suchen und Finden des richtigen Gleises

Theaterstück von Andrea Funk
Uraufführung: 22.11.2009 im Rationaltheater, München
Dauer: ca. eine Stunde

Inhalt: Im Jahre 2010. Der deutsche Staat ist bankrott. Alle Lebensversicherungen und Rentenzusatzversicherungen werden mit 50 % besteuert.
es spielen:
Kerstin Kragh, Lea Schütz, Laura Tietgen, Catherine Bach, Jonathan Irschl, Magdalena Weis, Sebastian Bauer, Lena Geist, Clara Kameniček
Regie: Andrea Funk

„Dazwischen“ zeigt - in der Tradition des sozialkritischen Theaters von Ödön von Horváth und Rainer Werner Fassbinder - Menschen in Konflikt zwischen Gesellschaft und individuellem Glücksanspruch. Menschen in Zeiten der Krise, die sich in ihrem Innersten ebenfalls im Umbruch befinden. Ein Zustand, der von ihnen mit Trauer, Trotz, Verzweiflung und einer gehörigen Portion Ironie reflektiert wird. Der Ton dieses Textes ist sehr besonders, weil er neben der scheinbaren Sachlichkeit, mit der die Figuren über ihre Welt sprechen, auch immer das Nachdenken über diese Sprache enthält. Sprechen und Denken fallen hier auf faszinierende Weise in eins.
Thomas Linden, Kritiker für die Kölnische Rundschau (nach der Lektüre des Theaterstücks)

zu Fassbinder

Es ist die Unbedingtheit, die mich fasziniert. Als er gefragt wurde, ob er „In einem Jahr mit dreizehn Monden“ nicht auch einfacher hätte erzählen können, verneinte er: „Eine Geschichte, die ich als komplex ansehe, muss ich auch komplex erzählen; und ohne diesen Erzählzwang gäbe es nicht den Film, den ich gerne erzählen will.“ Für mich ist er wie eine leuchtende Kraft - oder besser: eine brennende Fackel.

zur Person

Andrea Funk studierte Theaterwissenschaften und Modernen Tanz, gemeinsam mit Jutta Czurda erarbeitete sie eine Menge Tanztheaterstücke. Seit Mitte der 90er Jahre schreibt sie Hörspiele und Drehbücher (2x Bay. Drehbuchförderung). Nun wendet sie sich wieder dem Sprechtheater zu: mit einer eigenen Truppe und Stücken.